Musterländle Polen

Ein anderes super Beispiel für verkannte oder übersehene Wirtschaftswunder ist Polen. Polen ist zwar schon in der EU, aber was die in den letzten Jahren an Wirtschaftswachstum erbracht haben, ist schon krass und wird in den Medien kaum beachtet. Der Polen Markt wird somit auch zunehmend für deutsche Unternehmen interessant. Längst geht es beim Polen Markt nicht mehr nur darum, billige Arbeitskräfte zu rekrutieren, sondern den Polen Markt als Absatzmarkt zu entdecken. Dass Polen nur aus billigen Arbeitskräften besteht, die den deutschen Spargel ernten, ist schon seit längerem nicht mehr aktuell. Da verhält es sich auf dem Polen Markt inzwischen schon ähnlich wie bei den Türken: Die gut Ausgebildeten kehren in ihre Heimat zurück und nur die Schlechtausgebildeten bleiben in Deutschland. Ist ja auch kein Wunder, denn Arbeitsplätze sind in Deutschland oft Mangelware, während sie auf dem Polen Markt oder in der Türkei händeringend nach gut ausgebildetem Personal suchen und es auch entsprechend bezahlen. Deutsche Unternehmen, die zukunftsorientiert arbeiten, investieren also zunehmend in den Polen Markt, um als erste dort zu sein und vom Boom zu profitieren. Denn wer wachsen will, für den bietet Deutschland keine großen Möglichkeiten mehr.

Freitag, den 10. Februar 2012 11:01


Zuckerbrot und Peitsche

Wer frei von Schuld ist, möge den ersten Stein werfen! Das steht schon in der Bibel und auch, wenn man von der Bibel und Religion allgemein halten mag, was man will, nicht alles darin, muss deswegen gleich falsch sein. Ich für meinen Teil, würde es gar nicht schlecht finden, wenn die Türkei endlich Beitrittskandidat würde. Man hat doch bei Kroatien und Kosovo gesehen, dass die bloße Aussicht auf eine EU-Mitgliedschaft echte Wunder bewirken kann. Auch die Türkei würde vielleicht Reformen vornehmen, die die EU als Bedingung für eine Mitgliedschaft aufstellt.

Samstag, den 04. Februar 2012 09:48


Verprellte Nachbarn

Es ist ja nicht so, dass die EU keine starken Partner mehr brauchen könnte. Aber auch kulturell wäre die Türkei als muslimisches Land eine echte Bereicherung für die EU. Der Gedanke, dass der, der mit im Boot sitzt, ein Loch in den Rumpf bohren wird, ist kein dummer Gedanke. Wenn wir ein friedliches Zusammenleben mit den Muslimen dieser Welt wollen, was könnte uns da besseres passieren als ein muslimisches Land zu den eigenen Reihen zählen zu können? Die Türkei liegt auch geografisch höchst interessant. Sie ist sozusagen das Bindeglied zwischen dem europäischen und dem asiatischen Kontinent. Warum weisen wir dieses strategisch so wichtige Land ständig zurück und verprellen es mit der Idee der privilegierten Partnerschaft? Es ist mir ein Rätsel. Gut, nicht alles in der Türkei ist top. Immer wieder liest man von Verhaftungen von Journalisten und Schriftstellern, die kritisch über die Regierung berichtet haben. Aber stand es zu Zeiten Berlusconis und steht es auch noch nach Berlusconi um die Pressefreiheit in Italien wirklich so viel besser?

Dienstag, den 31. Januar 2012 11:48


Warum nur?


Deutschland will eine privilegierte Partnerschaft mit der Türkei. In die EU könne die Türkei noch nicht, weil die Türkei noch nicht so weit sei, heißt es zur Begründung dann. Man wolle deshalb auch noch keine Beitrittsverhandlungen mit der Türkei führen. Sie sei ja schließlich auch noch kein Beitrittskandidat, ja sie wird nie einer sein, weil: ja, weil man eben eine privilegierte Partnerschaft anstrebe oder sie schon habe. Insbesondere die CDU wehrt sich ja mit Händen und Füßen dagegen, die Türkei in die EU aufzunehmen. Aber was ist so schlimm an der Türkei? Die Wirtschaft der Türkei boomt wie kaum eine andere Wirtschaft in dieser Welt. Allenfalls die Chinesen können da noch mithalten. Da stehen weit schlechtere Kandidaten auf der Liste der EU als die Türkei. Und viele Staaten, die bereits in der EU sind können von einem Wirtschaftswachstum wie die Türkei es hat nur träumen! Warum also die EU nicht mit einem Land wie der Türkei stärken?

Freitag, den 27. Januar 2012 08:34



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